Skool liebt keine KI-Texte – also zumindest die meisten Communities mögen es gar nicht, wenn man sich Texte von einer KI erstellen läßt – und die dann 1:1 übernimmt. Ich zeige dir mal ein Beispiel – fragte die KI genau das – woran man KI-Texte – speziell auf Social Media – ganz leicht erkennt.
Nach dem Trennstrich kommt der Text, den die KI = ChatGPT ausgespuckt hat – aber ich möchte dir vorweg noch zeigen, wie solche Texte aussehen, wenn man sie 1:1 z.B. in Skool Beiträge einfügt – ich nehme an, das machts auf den ersten Blick deutlich:
Der Originaltext:

Die Kopie auf Skool:

gerade auf Social Media gibt es einige typische Hinweise, an denen Texte KI-generiert oder zumindest stark KI-überarbeitet wirken. Keiner davon ist für sich ein Beweis, aber mehrere zusammen sind auffällig.
Typische Anzeichen
1. Zu glatt und zu sauber
KI-Texte sind oft grammatikalisch nahezu perfekt und wirken erstaunlich „rund“. Echte Social-Media-Texte haben dagegen häufiger:
- kleine Tippfehler
- unvollständige Sätze
- Umgangssprache
- individuelle Formulierungen
- unerwartete Gedanken- oder Themenwechsel
2. Immer dieselbe Dramaturgie
Ein sehr typisches KI-Muster ist:
„Du denkst vielleicht X. Aber in Wahrheit ist es Y. Und genau deshalb solltest du Z.“
Oder:
Problem → überraschende Erkenntnis → 3 Punkte → motivierender Abschluss.
Wenn jemand über Wochen hinweg ständig nach demselben Muster schreibt, kann das auffallen.
3. Übermäßig viele „starke“ Formulierungen
KI liebt Formulierungen wie:
- „Das ist der entscheidende Punkt.“
- „Und genau hier liegt der Unterschied.“
- „Lass mich eines klarstellen.“
- „Die Wahrheit ist …“
- „Es geht nicht darum, X zu tun. Es geht darum, Y zu verstehen.“
- „Vielleicht musst du das heute hören.“
Ein einzelner Satz ist völlig normal. Häufen sie sich, wirkt es schnell künstlich.
4. Künstliche Emotionalität
Besonders bei LinkedIn, Instagram und Threads sieht man Texte, die sehr emotional klingen, aber wenig persönliche Substanz enthalten:
„Heute habe ich etwas gelernt, das mein Leben verändert hat …“
Danach folgt eine allgemeine Lebensweisheit, die praktisch auf jeden Menschen zutreffen könnte.
Das Problem ist weniger die Emotionalität als die fehlende konkrete Erfahrung.
5. Viele Allgemeinplätze, wenig überprüfbare Details
KI kann sehr überzeugend über „Erfolg“, „Selbstvertrauen“, „Führung“, „Mentalität“ usw. schreiben, ohne wirklich etwas Konkretes zu sagen.
Verdächtig ist beispielsweise:
„Erfolg entsteht nicht über Nacht. Er entsteht durch konsequentes Handeln, Disziplin und die Bereitschaft, über sich hinauszuwachsen.“
Klingt gut — sagt aber fast nichts.
Ein Mensch schreibt eher:
„Letzten Dienstag habe ich um 22:40 Uhr noch an der Präsentation gesessen, obwohl ich eigentlich längst aufhören wollte.“
Konkrete Details sind ein guter Gegenpol zu KI-typischer Allgemeinheit.
6. Auffällige Listen
KI produziert sehr gerne:
- 3 Dinge, die du wissen solltest
- 5 Fehler, die du vermeiden musst
- 7 Lektionen, die ich gelernt habe
- 10 Dinge, die erfolgreiche Menschen anders machen
Natürlich können Menschen das genauso schreiben. Interessant wird es in Kombination mit den anderen Merkmalen.
7. Emojis und Formatierung wirken „strategisch“
Zum Beispiel:
🚀 Erfolg
💡 Erkenntnis
🔥 Umsetzung
👉 Dein nächster Schritt
Oder sehr regelmäßige Absätze mit genau einem Gedanken pro Absatz.
Das ist nicht automatisch KI, aber viele KI-generierte Social Posts haben diese extrem saubere Struktur.
8. Kaum echte persönliche Eigenheiten
Das ist für mich eines der stärkeren Indizien.
Menschen haben normalerweise bestimmte sprachliche Marotten:
- Lieblingswörter
- bestimmte Satzlängen
- Dialekt
- Ironie
- ungewöhnliche Metaphern
- eigene Schreibfehler
- bestimmte Arten, Witze zu machen
KI tendiert dagegen zu einer sprachlich neutralen Mitte.
Was man nicht überschätzen sollte
KI-Detektoren sind bei Social-Media-Texten kein zuverlässiger Beweis. Ein kurzer Text kann problemlos falsch als KI-generiert erkannt werden. Umgekehrt kann ein guter KI-Text menschlich wirken.
Die bessere Frage ist deshalb nicht:
„Kann ich beweisen, dass dieser Text von KI stammt?“
sondern:
„Welche sprachlichen Merkmale machen diesen Text ungewöhnlich unpersönlich oder generisch?“
Besonders interessant ist dabei der Vergleich mit älteren Beiträgen derselben Person. Wenn jemand normalerweise sehr individuell schreibt und plötzlich einen perfekt strukturierten, glatt formulierten Beitrag veröffentlicht, ist das deutlich aussagekräftiger als irgendein KI-Detektor.