Unternehmerisches und kaufmännisches Denken

Ich hab mich mal wieder für einen WorkShop von Alisha angemeldet – ganz einfach, weil ich grad zufällig über ihr Mail gestolpert war – und Lust drauf hatte, sie mal wieder live zu erleben – naja, nicht ganz live – sondern eben dann jeweils die Aufzeichnungen anschauen – konkret geht es um:

CEO in the making

Bei den Einstiegsfragen zur Gruppe war mir bewusst, dass sie darauf eingehen wird, weil ich mich noch immer als Existenzgründerin angeklickt habe – also nicht nur ich – aber ich bin eine derer, die schon seit einiger Zeit mit dabei sind.

Ja – klar – wer nicht innerhalb eines halben Jahres UnternehmerIn ist, macht etwas falsch 😉 Die Leier kenne ich schon – aber – ich gebe es unumwunden zu – ich liebe meinen Existenzgründerstatus – also aus ihrer Sicht betrachtet.

Ok – vielleicht sollt ich dazu schreiben wie sie es staffelt:

  • ExistenzgründerIn = unter 100.000 pro Jahr
  • Selbstständig = unter 1,000.000 pro Jahr
  • UnternehmerIn = mehr als 1,000.000 pro Jahr

Ja ich stehe dazu – ich mache mit meiner Firma keine 100K Umsatz im Jahr – brauch und will ich auch nicht – weil ich habe immer gesagt – mein Ziel ist es, meine Pension zu verdoppeln – und irgendwie ist mich noch nicht wirklich was angesprungen, was mich dazu veranlasst hätte, dieses Ziel erhöhen zu wollen.

Ok – stimmt ich hatte mal ein sogenanntes C-Ziel definiert – aber einfach, weil „man das muss“ – aber dafür hatte noch nie mein Herz gebrannt – es war einfach so, dass ich hier meine Ruhe haben möchte – und dazu brauch ich nicht unbedingt die herumliegenden Grundstücke käuflich zu erwerben – weil jetzt sind sie seit über 2 Jahrzehnten brach gelegen, also werden sie das wahrscheinlich noch länger tun.

Es war damals ein erfundenes Ziel – weil ich eben in einem WorkShop eines definieren sollte – aber es war nie wirklich eins und ich gestehe – eigentlich habe ich kein großes Ziel, welches ich unbedingt erreichen möchte – mir reicht es, meine Pension zu verdoppeln.

Ich hab lieber meine Ruhe – und kann dabei machen, was mir wirklich Spaß macht – ich kann kostenlose Videos drehen und veröffentlichen – und mein Forum befüllen – irgendwann das nächste Buch veröffentlichen – aber da ist kein Druck.

Wobei eins war dabei, wo ich schon mal wieder drüber nachgedacht habe – ihre Aussage:

Menschen, die ein Business gründen, nutzen das als Fluchtstrategie vor etwas, was im Privatleben nicht passt.

Naja, im ersten Moment hätte ich gemeint – stimmt nicht – aber andererseits – als ich mich damals – 1993 zum ersten Mal selbstständig machte – war das schon auch ein Versuch, dem tristen Alltag zu entfliehen.

Aber jetzt – nach meiner Pensionierung ist es eigentlich nur die Verwirklichung meines Traumes – endlich mein eigenes virtuelles Imperium zu erschaffen. Wobei ich ja weder selbstständig, noch Unternehmerin bin – schließlich bin ich ja nach 3 Jahren noch immer unter 100K – also brauch ichs anscheinend auch nicht als Kompensation für irgendwas 😉

Menschen, die sich immer wieder gegen Strukturen wehren, hatten in der Kindheit keine Sicherheit – daher sind viele UnternehmerInnen adrenalinsüchtig, weil sie das als Kind schon erlebt haben – und daher immer diesen Stress suchen.

Auch dem kann ich jetzt – aus meiner Sicht – nicht wirklich widersprechen – ich habe schon immer die Herausforderung geliebt – also im Job – aber ja – stimmt schon, irgendwelche Sicherheiten hatte ich nicht wirklich.

Mein Vater war monatelang auf Expeditionen in fernen Ländern, wo der Abschied bei seiner Abreise immer auch sein hätte können, dass es ein Abschied für immer gewesen wäre – zumindest ist das das Gefühl, welches ich mit meiner Kindheit verbinde.

Und meine Mutter – naja, die vergötterte ihren 2. Sohn, er damals starb als ich 13 war – und ab dem Zeitpunkt gab es dann nur mehr ihren Mann, der für sie zählte – wobei mir das niemand glaubte, bis es in einer Familienaufstellung auch genau so dargestellt wurde – von wildfremden Menschen, die niemanden aus meiner Familie kannten.

Das ist aber auch der Grund, der uns befähigt, überhaupt ein Unternehmen zu gründen.

Wie dem auch sei – ich kämpfte schon lange vor meiner Geburt um mein Überleben – und ich habe es – im Gegensatz zu meinem Zwilling – geschafft. Das wurde mir in einem Coaching 2008 so richtig bewusst – und seither hat sich auch viel in meinem Leben ver.ändert – dieses bedingungslose UrVertrauen ist immer mehr zurück gekehrt.

Aber ich will trotzdem noch immer kein 7- oder 8-stelliges Business – auch, wenn das bedeutet, dass ich keine Menschen in mein Leben ziehen werde, die das möchten. Also wenn du es möchtest – schau einfach bei Alisha vorbei – ich bin dafür die falsche AnsprechPerson.

Aber um auf den Titel zurück zu kommen – ich für mich schätze mich so ein, dass ich – trotzdem ich „nur“ Existenzgründerin bin – und es auch bleiben werden – trotzdem wesentlich mehr kaufmännisches Verständnis und unternehmerisches Denke habe als viele der Selbstständigen und UnternehmerInnen es je bekommen werden 😉

Wobei ich mich in meinem letzten unselbständigen Job – und vor allem im Nebenjob – mehr als CEO gesehen hatte – und mit einigen von der IT – und Vertrieb – so überhaupt nicht konnte, weil die nur Eurozeichen in den Augen hatten – aber keinerlei Struktur in ihrem Tun.

Aber schaun ma mal, wie die beiden anderen Tage noch werden 😉 Ich hab dies jetzt am Sonntag geschrieben – nach dem ersten Live.

Bild von Tumisu auf Pixabay


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