HardCore MLM’lerInnen

extraaniEs gibt da grad (wieder) einige Strömungen „in der Szene“, wo mir das K….. kommt.

Ja, ich sags einfach so, weil ich finde es als absolutes NOGO, jemanden unter Vorspiegelung falscher Tatsachen wo hin zu locken, um dort dann diese.n (meist danach dann ehemalige.n) Freund.in den brilliant rhethorisch geschulten Armen einer Führungspersönlichkeit zu übergeben.

Ja – solche Strömungen gabs auch schon bei Organo Gold – und gibts auch immer wieder – aber letztens hab ichs echt hardcore erlebt und ich frage mich, ob es wirklich immer weniger Menschen gibt, die einerseits wissen, was sie tun – und andererseits das auch kommunizieren können.

Mein persönliches Beispiel – ein jahrzehntelanger Bekannter – ehemaliger Freund eines meiner Exmänner – mit dem ich mich schon mal über seine Firma unterhalten hatte – ablehnte, weil ich mit boniup voll im Einsatz bin – und das auch mir und meinen Überzeugungen entspricht – ruft mich an und meint – „könntest du morgen um 17 Uhr im 1. Bezirk sein?“

Meine Antwort „Nein“ – auf Nachfrage ergänze ich dann „Erstens weiß ich nicht, worums geht und 2. hab ich um 19 Uhr einen Terminin Vösendorf“.

Ok – naja, es geht drum, dass ein Internetspezialist aus der Schweiz einen Vortrag hält und mein Bekannter hätte mich da gerne dabei, weil ich mich da ja auch auskenne – und überhaupt.

Na dann – meine naive Interpretation – er möchte meinen fachfrauischen Rat, wie er sein Geschäft im Internet voranbringen könnte – und dafür hätte er mich eben gern mit dabei.

We auch immer – stutzig wurde ich, als er dann meinte, er könne den Vortrag auch gern in die SCS verlegen, weil sie hätten auch dort immer wieder Veranstaltungen – und dann wär ich gleich dort, wo ich danach soiweso hin müsse.

Das war für mich ok – und ich versprach, um 17 Uhr dort zu sein – worauf er noch anmerkte, 16:30 wär besser, damit wir uns vorher noch kennen lernen könnten – was für mich wieder logisch war – weil eben vor dem Vortrag des Internetgurus.

Ich bin also kurz vor 16:30 dort – 3 Herren sitzen draussen auf der Terrasse – ich möchte mich gemütlich dazu gesellen, sehe die indignierten Gesichter – frage, ob ich störe – und gehe dann wieder rein auf einen Kaffee – egal, hab eh nen Bekannten getroffen, tratsche ich halt mit dem, die Gelegenheit ergab sich vorher eh eher selten.

Kurz nach 17 Uhr kommt mein Bekannter und meint, ich könne jetzt gern dazu stossen, die wichtigsten Dinge seien besprochen – also geh ich raus – und wundere mich noch immer, wo genau jetzt um 17 Uhr der Vortrag sei – weil in dem Hotel nirgends nix angeschrieben war.

Der eine Herr verabschiedet sich – der Schweizer beginnt mit mir zu plaudern – kurze Zeit später gesellt sich noch einer dazu, den ich weder kenne, noch, der mir in irgend einer Form vorgestellt wird – und die Szene wird immer suspekter.

Mitten in unserem Gespräch kommt noch ein Herr dazu – offensichtlich auch einer, der „zu früh“ hin bestellt worden war – also wirds dann doch noch ein Vortrag – für ihn und mich – es kristallisiert sich heraus, dass die anderen irgendwie alle zusammen gehören.

Der Schweizer holt sich seine „Ja’s“ von uns – schildert das Konzept der Firma in den leuchtendsten Farben – bis es mir zu blöd wird und ich klipp und klar frage, um welche Firma es da jetzt ginge und eben konkret, worums bei dem Gespräch ginge.

Ich werde aufgeklärt – hat mit dem Projekt meines Bekannten nicht mal ansatzweise was zu tun – er war nur der Lockvogel, der mich dort hin bringen sollte – oder eben von sich aus wollte – damit ich einseige und mithelfe, den österriechischen Markt auf zu bauen.

Hätten sie mich vorher gefragt, hätten sie sich das ganze Herumgesulze erspart -bzw. hätte mien Bekannter in unseren doch schon zahlreichen Gesprächen vorher auch nur ansatzweise zugehört, hätte es es eigentlich auch wissen müssen.

Einerseits hätte ich ihnen dann gleich gesagt, dass es mich nicht interessiert – weil ich bin mit meinem boniup voll und ganz beschäftigt – und dafür kann ich mich auch begeistern – eben auch aus dem Grund, weil wir derartige Aktionen nicht nötig haben – und hoffentlich auch nie wer auf die Idee kommt, sowas vor zu schlagen.

Ich find sowas voll sch….e – ich mein, ich persönlich hab jetzt kein Problem damit, weil ich hab einen faszinierenden Mann kennen gelernt, mit dem ich seither auch auf Facebook befreundet bin – und von dem ich mir sicher einiges an Tipps und Tricks abschauen kann.

Aber ich finds voll schade, dass immer mehr MLM-Unternehmen auf derartige Praktiken abfahren – locke nur die Leute wohin, den Rest machen wir schon. Eh klar, viele lassen sich bei Meetings unter Druck setzen – geraten in Zugzwang – und wagen es auch nicht „nein“ zu sagen.

Ob das aber auch nur irgendwas mit Seriosität zu tun hat, wage ich zu bezweifeln – und für mich sind auch Firmen, die sowas nötig haben, genauso suspekt, wie wenn wer mit Jobangeboten wirbt – und dann meint – „naja, mit einem Starterrpaket von xxxx Euronen kannst du dir dein eigenes Geschäft aufbauen – und und und“

Und jeder und jedem, der auf derartige Praktiken schwört, dem möchte ich eine Frage stellen

„Kannst du dich wirklich jeden Morgen
in den Spiegel schauen und
ganz locker und beschwingt
die Last der Verantwortung
für das, was du
bewusst und vorsätzlich initiiert hast
um andere Menschen über den Tisch zu ziehen
für deinen persönlichen Vorteil
übernehmen und tragen?“


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