Schneeballsysteme und Pyramidenspiele

schneefallIch gestehe – langsam nerven sie mich – die Menschen, deren erstes und einzigstes „Totschlagargument“ in Bezug auf irgendwas, was nur annähernd was mit Empfehlungsmarketing, Network Marketing oder Multi Level Marketing zu tun hat, lautet

illegales Schneeballsystem und Pyramidenspiel

Ich hatte jetzt lange versucht, solchen Menschen gegenüber trotzdem nett und freundlich zu bleiben, langsam reichts sogar mir, weil diese bornierte Unfähigkeit, selbstdenkend zu re.agieren macht mich einfach nur mehr traurig.

Aber einmal versuch ichs noch – nur, damit niemand meint, ich hätte zu früh die Flinte ins Korn geschmissen – also – lassen wir mal Tante Wikipedia zu Wort kommen

Als Schneeballsystem oder Pyramidensystem werden Geschäftsmodelle bezeichnet, die zum Funktionieren eine ständig wachsende Anzahl an Teilnehmern benötigen (Gewinne für Teilnehmer entstehen beinahe ausschließlich dadurch, dass neue Teilnehmer in den Systemen mitwirken und Geld investieren). Schneeballsysteme sind Spezialfälle von Systemen, welche auf unendliches Wachstum unter endlichen Rahmenbedingungen angewiesen sind und daher grundsätzlich instabil.

In den meisten Ländern sind diese Systeme mittlerweile (zumindest teilweise) verboten.

Und dann auch gleich die Österreichische Wirtschaftskammer

Ich weiß, für die, die panische Angst davor haben, ihr Leben zum Guten verändern zu können, sind das auch keine gültigen Argumente – sie werden in jeder Suppe das Haar finden, dass eigentlich gar nicht drinnen ist – weils einfach nur gschmackige Fadennudeln wären, wenn mans einfach sein ließe, was es ist 🙂

Aber ich möchte nochmals Wikipedia zitieren – und dabei jetzt speziell auf das Onlineportal eingehen, was mich persönlich zur Zeit am meisten fasziniert:

Indizien für ein illegales Schneeballsystem sind:

  • Verdienstmöglichkeiten bestehen überwiegend aus den Vorteilen, die für die Anwerbung neuer Mitglieder gewährt werden, dabei wird oft von sog. „passivem Einkommen“ (oder „selbständigem Einkommen“) gesprochen.

  • Das vertriebene Produkt ist überteuert.

  • Die Handelsmarge oder Vertriebsprovision ist für Produkt und Branche ungewöhnlich hoch.

  • Es gibt kaum Kunden, die das Produkt zum angebotenen Preis ohne Provisionsaussichten erwerben würden.

Dann gehen wir mal Punkt für Punkt durch:

  • Verdienstmöglichkeiten bestehen überwiegend aus den Vorteilen, die für die Anwerbung neuer Mitglieder gewährt werden, dabei wird oft von sog. „passivem Einkommen“ (oder „selbständigem Einkommen“) gesprochen.

In diesem Fall besteht die Verdienstmöglichkeit darin, dass man sich täglich einige Minuten Zeit nimmt, um zielgerichtete Werbung zu schauen und seinen Senf dazu ab zu geben. Niemand muss eigene Member „anwerben“ und kann trotzdem verdienen.

  • Das vertriebene Produkt ist überteuert.

Das „Produkt“ ist „Zielgerichtete Werbung schauen“ und kostet nichts

  • Die Handelsmarge oder Vertriebsprovision ist für Produkt und Branche ungewöhnlich hoch.

Es gibt beim Anwerben eigener Member bis zu 12 % Provision für Alles, was die selbst schauen – allerdings nur auf 5 Ebenen ausbezahlt – dort sind es dann allerdings nur mehr 4 % – ist jetzt nicht ungewöhnlich hoch.

  • Es gibt kaum Kunden, die das Produkt zum angebotenen Preis ohne Provisionsaussichten erwerben würden.

Da das „Produkt“ nichts kostet steigen viele auch einfach deshalb ein, damit sie selbst zielgerichtete Werbung schauen können – es gibt ja auch die Unterscheidung zwischen Member und Business PartnerInnen – und es ist jedem und jeder selbst überlassen, ob sie/er nur Werbung schauen möchte oder auch ein eigenes Team aufbauen.

Von daher finde ich jetzt bei diesem System nicht wirklich was – ausser der herrschenden Wetterlage, die sich auch zum heutigen offiziellen Start – im ganzen deutschsprachigen Raum einfindet – was halt wirklich an Schneefall erinnert.

Ganz im Gegenteil.

Doch – ein Argument gibts noch – das ist illegal, weil angeblich kann es sein, dass die PrePaidKarte ab dem 2. Jahr nicht mehr kostenlos ist – jupp – angeblich – weil das Portal ist noch nicht online und keiner kann sagen, was dort dann wirklich stehen wird – aber sicherheitshalber haben wir schon mal ein mögliches Haar gefunden, über das wir meckern können.

Also mal ganz ehrlich – meine „normale“ PrePaidKarte – ich hatte es schon mal erwähnt – kostete für 3 Jahre in Summe € 24,–  da kommen noch die laufenden Transaktionskosten dazu, die beim Hochladen von Geld anfallen – und wenn ich mir im 2. Jahr keine – sagen wir mal € 20,– leisten kann – dann sollt ich mich sowieso fragen, warum ich mir das tägliche schauen weiterhin antu – so masochistisch kann doch wirklich niemand veranlagt sein.

Auf der anderen Seite – was, wenn sich das Ganze als Flopp heraus stellt – wir die Karte zwar kostenlos bekommen – aber dann kein Geld drauf überwiesen wird? Ja? Und? Wenn ich ne Karte bekomm und kein Geld – dann dürfen die sich gerne die Karte in die Haare schmieren oder irgendwo hin stecken.

Und wenn wer meine anonyme EMailAdresse verkaufen will, dann wünsch ich ihm viel Spaß dabei – er wird nicht wirklich viele Abnehmer finden.

In diesem Sinne – suchts bitte weiter Argumente, warum ich bei einem kostenlosen Geschäft nicht mitmachen wollt – ihr liefert mir dadurch noch viele weitere Blogbeiträge – während ich mir locker und fluffig mein Geld verdiene, indem ich täglich n paar Minuten Werbung schaue und es allen erzähle, dies wissen wollen 🙂


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