Das war letztens eine Frage in einer Facebook Gruppe – wo ich mal wieder da saß und dachte – und wie hast du es geschafft, dich selbstständig zu machen?
Ich meine – was konkret bedeutet selbstständig?
Alles oder auch nichts.
Das kann ein Laden genauso sein wie ein Online Business – aber auch Network Marketing – oder was auch immer – selbstständig allein sagt nicht mal nix aus – ausser, dass man möglicherweise keinen unselbstständigen Job hat, bei dem einen ein Chef – oder eine Chefin – sagt, was man zu tun hat.
Und in vielen Fällen sagt es auch nicht, dass die betroffene Person wirklich selbstständig re.agiert – vor allem zweifle ich daran, wenn jemand schon so eine Frage stellt.
Wobei – ich denke da grad nochmal an jene, die irgend was in Bezug auf Marketing gesucht hatte – in unserer öffentlichen Facebook Gruppe mit 18k+ Mitglieder – und sich dann wunderte, als sie € 3.000 in den Sand setzte, weil sie jemanden einfach Geld überwiesen hatte – weil er sich selbst Online Marketing Experte nennt – und ohne irgend eine schriftliche Vereinbarung, wofür sie das Geld bezahlt hat.
Ja – das nenne ich persönlich nicht selbstständig – also ganz im Gegenteil – das ist alles andere als selbststädig – und schon gar nicht eigenverantwortlich – weil schuld war dann der Typ – nicht sie, die einfach Geld überwiesen hat – ohne irgendwelche schriftlichen Grundlagen in der Hand zu haben.
So ähnlich empfinde ich persönlich die Frage, wie mal als Selbstständige Kunden gewinnt.
Ich meine, sie könnten sich ein paar schießen.
Ja – war jetzt sarkastisch und böse – aber entspricht einfach der Wahrheit – und ja, ich weiß, es gibt angeblich keine dummen Fragen – aber mal ganz im Ernst – wenn ich mich selbst als Selbstständige bezeichne, sollte ich so weit selbstständig sein, dass ich mal die Basics von Business gelernt habe – und ein Minimum an irgendwas beherrsche.
Minimalste Voraussetzungen
aus meiner subjektiven Sicht auf das Thema Business – auch, wenn sich jemand grad erst in der Gründungsphase befindet:
- Ich kann das, was ich mache(n will) = Expertise
- Ich weiß, wie ich es umsetzen werde = Produktionsplan
- Ich weiß auch, wer genau das brauchen kann = Zielgruppe
Und erst dann kann ich damit anfangen, mich an die Umsetzung zu machen – inklusive Marketing – viele – grad im Affiliate und Network Marketing – beginnen allerdings zuerst einmal mit dem Marketing – ohne überhaupt zu wissen, was sie tun wollen und/oder werden 😦
Das gilt speziell für Affiliate Marketing – die meisten werben und werben und werben – und haben keine Ahnung wofür – und noch weniger, warum sie tun, was sie tun – sie plappern einfach alles nach, was ihnen irgend ein Guru vorbetet – ohne auch nur einen einzigen Gedanken zu verschwenden, ob das, was sie tun, überhaupt Sinn macht.
Doch zurück zur Eingangsfrage – wie sollte die jemand beantworten, ohne zu wissen, worum genau es geht?
Wir hatten letztens auch eine Diskussion von wegen Newsletter – mit der Frage – Klasse oder Masse – oder – weniger ist mehr – und auch das war ähnlich gelagert – es kommt auf die Branche drauf an – auf das Produkt und die Dienstleistung – und auch darauf, was die Zielgruppe braucht – und der/die/das UnternehmerIn geben kann.
Nehmen wir mal den Unterschied zwischen Affiliate Marketing – eine/r InnenarchitektIn – und jemanden, der/die/das Holzmöbel produziert. Muss ich da noch etwas dazu schreiben? Oder ist es selbsterklärend?
Also zuerst mal – wie wird das Business ausgeführt – online oder offline?
Das allein macht schon einen gravierenden Unterschied – ein Handwerker wird andere KundInnen anziehen als jemand, der sich mit Affiliate Marketing versucht.
Wobei aus meiner Sicht das Problem von Affiliate Marketing ist, dass die meisten Affiliate MarketerInnen glauben, dass das Geld auf Bäumen wächst und die KundInnen Schlange stehen, um ihnen das ab zukaufen, was sie zwar nicht bewerben – weil sie keine Ahnung von Werbung – geschweige denn von Marketing haben – und irgendwann wachen sie auf und erkennen, dass alles, was sie sich erhofft haben, einfach nur Seifenblasen sind, die in der Luft zerplatzen.
Dem gegenüber stehen oftmals gestande HandwerkerInnen – wobei ich da jetzt nicht nur holzbearbeitende Tischler erwähnen möchte – sondern auch FriseurInnen – und Spengler – um nur einige zu nennen – bitte mir nicht böse sein, wenn ich deine Branche nicht erwähnt habe – ich meine alle handwerklich tätigen Menschen, die ein eigenes Unternehmen betreiben.
Wenn wir allein beim eMail Marketing bleiben, werden Affiliates mehr Mails schreiben (müssen), um ihre Kundschaft an zu locken, als es HandwerkerInnen tun, die mit ihren eigenen Leistungen und Produkten überzeugen – und eben nur fallweise Newsletter schreiben, wenn es wirklich Neuigkeiten gibt.
Das Thema hatten wir ja auch bei und mit Builderall – sie berücksichtigen mit ihrer Sunset Policy keine Bereiche, die jetzt nicht ständig alle voll spammen und permanent Newsletter verschicken – sondern wirklich nur dann einen schreiben, wenn es wirklich etwas Neues gibt.
Wir fielen – und fallen – einfach durch den Rost – und obwohl der CEO eine Lösung für Europa in Betracht gezogen hatte, wurde jetzt innerhalb eines halben Jahres nichts Entsprechendes umgesetzt – von daher ist die Plattform – aus meiner Sicht – nur für jene empfehlenswert ist, die nur online irgend welches Zeugs verkaufen wollen.
Ja – ich bin noch immer dabei – lasse es noch weiter laufen, weil ich mich einfach nicht aufraffen kann, all meine Seiten nochmal neu zu machen – und solange mein Preis gleich bleibt, seh ich jetzt auch keine wirkliche Dringlichkeit, meinen Account zu löschen.
BeitragsBild von Gerd Altmann auf Pixabay