Warum rum spammen nichts bringt

Ich predige es schon ewig – gibt noch immer viele, die es nicht wahrhaben wollen – auch, wenn sie es selbst überprüfen könnten – und wenn es sie wirklich interessieren würde. Aber die meisten spammen eben einfach rum und hoffen, dass ab und zu einmal ein Brotkrumen für sie abfällt.

Ja – ich weiß, wovon ich schreibe – und ich möchte es hier auch mal mit Zahlen belegen 😉

Einige, die hier mitlesen, wissen bereits, dass ich seit Februar dieses Jahres Administratorin in einer großen öffentlichen Facebook Gruppe bin – UnternehmerInnen Treffpunkt – was ich sehr spannend finde, weil es die erste öffentliche Gruppe ist, in der ich Admin bin.

Und ja – gleich vorweg – es macht einen wesentlichen Unterschied, ob eine Gruppe privat oder öffentlich ist.

Private Gruppen sind meist themenbezogen – und viele kommen auch nicht auf die Idee, permanent werben zu wollen – weil sie auch nicht von so vielen Menschen gesehen werden. Konkret

  • private Gruppen = nur Gruppenmitglieder können die Beiträge sehen
  • öffentliche Gruppen = alle, auch außerhalb der Gruppe – und auch außerhalb von Facebook – können die Beiträge lesen – also, sobald auch die Suchmaschinen diese erfasst haben

Daher gehen viele in öffentlichen Gruppen davon aus, dass, je mehr InterAktion sie zustande bringen, desto schneller werden sie auch anderen angezeigt – und desto schneller werden sie auch reich und berühmt 😉

Und daher posten sie auch oft nur Schlagzeilen – und der Rest wird über private Nachrichten „geregelt“ – wobei dann eben auch die InteressentInnen mit irgend einem Stichwort re.agieren sollen – und dann bestätigen sie auch noch, dass sie eine PN geschickt haben.

Ok – klingt komplex – ist letztendlich aber in den meisten Fällen genauso sinnlos, wie wenn sie es gleich unterlassen würden – also, wenn es nur um die Reichweite und Sichtbarkeit geht. Nachstehend einige Beispiele, die mir persönlich aufgefallen waren in den letzten Tagen 🙂

Eines noch vorweg – in der Gruppe gibt es aktuell 18k+ Mitglieder – und täglich werden es mehr – also nur von wegen den Relationen zu Nachstehendem.

Superhelden sind bei echten UnternehmerInnen nicht so gefragt

KI generierte Bilder offensichtlich auch nicht

Gute InterAktion, aber Widerspruch in sich

Viele der Kommentaren gingen in diesem Fall darum, einerseits die Rechtschreibfehler an zu sprechen, andererseits, dass in dem Profil keine eigene Seite verlinkt ist – und die, die zu finden ist, jetzt auch nicht zwangsläufig dem entsprechen würde, was die Mehrzahl der Kommentierenden als hochwertig einstufen 😉

Dann gibt es die, die irgend etwas anbieten, von dem man auf den ersten Blick annehmen könnte, dass es kostenlos sei:

WebseitenCheck

Korrektur 24.9.24:

Es gab auch ein Posting in der Gruppe, wo jemand einen gratis WebseitenCheck anbot.

Da ich hier wagte, meine journalistische Meinung aufgrund der Recherche bekannt zu geben, wurde mir mit Anwalt und Rufschädigung gedroht – obwohl ICH diese Person nicht geoutet hatte.

Da ich nicht willens bin, meinen BlogBeitrag komplett zu löschen – hier jetzt eben ohne Screenshot des Postings und des Kommentars – entsprechende Stellungnahmen findet du direkt im Beitrag zu diesem BlogBeitrag in der Gruppe.

Warum schrieb ich „angeblich kostenlos“? Weil, wenn wir vom ZusatzKommentar ausgehen – die jeweilige Webseite gratis zu analysieren und 3 Fehler auf zu zeigen – und davon, dass die Hälfte der Kommentare wirklich URLs sind, dann sinds immerhin noch immer 200 – und die alle anschauen und mindestens 3 Fehler aufzeigen – wenn sich das wer leisten kann – kostenlos – dann hat er meine Bewunderung.

Ich gebe gern – und auch kostenlos – aber 200?

Apropos angeblich kostenlos 😉 Auch die ganzen SpeakerInnen Angebote sind nur auf den ersten Blick kostenlos – da machts dann eben die Masse – wenn alle, die mitmachen wollen – nur mal Peanuts als Unkostenbeitrag bezahlen, rechnet es sich in Summe dann erst recht wieder.

Bzw. bei diesen ganzen Online Kongressen wird man als Speaker dazu verpflichtet, ein Minimum an eigenen MarketingAktivitäten zu initiieren, wenn man daran teilnehmen möchte – und danach werden dann auch noch alle Beiträge kommerziell vermarktet – vom Anbieter – oder der Anbieterin.

Nein, das unterstelle ich bei der WebseitenAnalyse nicht – der rechnet mit Folgeaufträgen derer, denen er Tipps gegeben hat – aber es bleiben noch immer 200+ – die es vorab mal ab zu arbeiten gibt 😉

Und dann gibts noch die CopyCats – was ja an und für sich nichts Verwerfliches wäre – wenn nicht die gleichen Rechtschreibfehler 1:1 kopiert worden wären – aber stört heutzutage eh niemanden mehr – ganz offensichtlich:

Spannend war, dass genau an dem Tag irgend wer auf den alten Beitrag geantwortet hatte – und dann eben der andere meinte, er könnte auf diesen Zug ganz schnell aufspringen. Auf meine Anmerkung, dass es den Beitrag doch grad eben schon gegeben hatte, bekam ich dann eine private Nachricht, welches Problem ich mit „dem Neuen“ hätte.

Naja, mein Problem ist nicht wirklich ein Problem – aber es stört mich schon seit jeher, wenn wer einfach nur irgend etwas 1:1 kopiert – und das war und ist hier sowas von offensichtlich 😉 Achja – noch die Insights von den beiden

Stimmt – wenn jemand nur ein paar Brotkrumen will, schaut das vielleicht gewaltig aus – aber hat nicht mal annähernd etwas mit echtem Marketing zu tun – das sind – und bleiben Spielereien, die letztendlich unnötige Zeit vergeuden 😉

Wobei ich grad ne Idee hatte, die ich in den nächsten Wochen mal umsetze – und werde dann weiter berichten.


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