Skool Communities sind genial.
Sie können fokussierter sein als Social Media, persönlicher als Kurse, lebendiger als Zoom-Calls.
Und doch gibt es Dinge, die viele nerven – niemand spricht es aus, aber jeder spürt es.
Es ist Zeit, es auf den Tisch zu packen.
Nicht aus Frust, sondern aus Verantwortung für Räume, die wir gemeinsam lebendig halten wollen.
Die Mitglieder betreffend
Der Silent-Scroll-Modus
Menschen tauchen jeden Tag ein, scrollen, lesen – und sagen… nichts.
Nicht mal ein Like, nicht ein Wort, nicht ein „Ja, das kenne ich auch.“
Die Community wird zur Serie, die man konsumiert.
Nur: Community ist kein Netflix.
Sie lebt davon, dass Menschen auftauchen – als Menschen, nicht als Zuschauer.
Die Unsichtbaren Ghost-Mitglieder
Sie sind drin.
Aber niemand weiß, warum.
Manchmal waren sie am Anfang Feuer und Flamme –
und dann… Zack.
Weißer Rauch.
Nebel.
Versunken im Nirgendwo.
Das frustriert nicht wegen der Zahlen,
sondern weil es sich energetisch anfühlt wie ein Raum voller leerer Stühle.
Beiträge, die niemand liest (oder zu lesen scheint)
Manche Menschen geben sich Mühe.
Teilen Erkenntnisse, Inhalte, Fragen.
Und was passiert?
Stille.
Diese Art Stille, die unangenehm knistert.
Die Art Stille, die sagt:
„Vielleicht interessiert es niemanden.“
Dabei wäre ein einfaches „Danke“ oft schon genug, um jemanden dranbleiben zu lassen.
Die „Ich warte auf Motivation“-Mentalität
Viele treten Communities bei,
als hätten sie ein Fitnessstudio für die Seele gebucht:
„Bitte transformiere mich. Ich werde solange passiv bleiben, bis du mich veränderst.“
So funktioniert das nicht.
Transformation ist kein Lieferdienst.
Eine Community kann Türen öffnen,
aber durchgehen muss jeder selbst.
Die Social-Media-Erwartungshaltung
Manche glauben, eine Skool Community sei wie Instagram –
nur ohne Werbung und mit besseren Menschen.
Nein.
Eine Skool Community ist ein Lern- und Entwicklungsraum.
Und Entwicklung entsteht nicht durch konsumieren, sondern durch interagieren, ausprobieren, teilen, reflektieren.
Skool ist ein Werkzeug.
Kein Unterhaltungskanal.
Warum das alles wichtig ist
Weil Communities nur so stark sind wie das, was jedes einzelne Mitglied hineinbringt.
Nicht mehr, nicht weniger.
Skool ist kein Ort, um sich zu verstecken.
Es ist ein Ort, an dem du dich erinnern darfst:
Du bist Teil von etwas, und dieses „etwas“ hängt auch von dir ab.
Wenn du willst, dass ein Raum lebendig bleibt,
dann zeig dich in diesem Raum.
Nicht perfekt.
Nicht vorbereitet.
Einfach echt.
Denn das ist es, was jede Community am dringendsten braucht.
Die Owner betreffend
…auch wenn sie es eigentlich gut meinen.
Let’s face it:
Nicht nur Mitglieder haben nervige Angewohnheiten.
Auch Betreiber können ganz schön viel Chaos, Augenrollen und Fremdschäm-Momente verursachen –
oft aus purer Begeisterung, manchmal aus Kontrollfreak-Modus, und manchmal einfach, weil sie vergessen, dass Menschen echte Menschen sind.
Hier kommen ein paar Klassiker, bei denen jedes Community-Mitglied innerlich seufzt:
Der Punkte-Polizei-Modus
„Wie viele Punkte fehlen dir noch bis zum nächsten Level?“
„Was ruft dich gerade in Bezug auf [das Thema der Gruppe]?“
„Hoch die Hände – Wochenende“
Wir verstehen ja: Gamification ist cool.
Aber wenn ein Betreiber mehr über deine Punkte weiß als du selbst,
fühlt sich Community plötzlich wie ein Multiplayer-Hamsterrad an.
Der „Ich-schreibe-alles-für-Punkte“-Overkill
Wir sind hier nicht im Punkte-Parkour,
und auch nicht im „Sag-irgendwas-fürs-Leaderboard“-Spiel.
Eine Community lebt von relevanten Beiträgen –
nicht von kommentarpflichtigen Hallos, Emojis und Smalltalk-Tricks,
die nur geschrieben werden, um die Interaktion künstlich aufzupumpen.
Wenn man mehr Posts hat als Gedanken dazu,
läuft etwas schief.
Die Roboter-Begrüßungsschleife
„Herzlich willkommen in der Community! So schön, dass du da bist! ✨“
Copy.
Paste.
Repeat.
Für jedes einzelne Mitglied.
Immer.
Wort. Für. Wort.
Man fühlt sich irgendwann nicht mehr willkommen,
sondern wie ein Paket, das automatisch gescannt wurde.
Die wöchentliche Leaderboard-Lobhudelei
Jede Woche die gleichen zehn Namen.
Jede Woche die gleiche Liste.
Jede Woche die gleiche Laudatio:
„Ihr seid so aktiv! Ihr seid die Besten! Ihr rockt! ✨🔥“
Ja, ja. Wir wissen’s.
Aber vielleicht wären die anderen auch aktiver,
wenn man nicht ständig die gleichen Superhelden feiert.
Nur so ein Gedanke.
Der „Ich-antworte-auf-absolut-alles“-Modus
Jemand postet: „Danke!“
Betreiber: „Danke fürs Danke!“
Mitglied: „Gerne!“
Betreiber: „Mega, dass du so gerne gerne sagst!“
Es gibt eine Grenze zwischen Engagement und Erstickungsumarmung.
Manchmal darf ein Kommentar einfach leben,
ohne dass der Betreiber einen Ehrenplatz darin reserviert.
Der Selbst-Like-Superheld
Man sieht es.
Alle sehen es.
Der Betreiber sieht es vermutlich auch.
Oder er ist sogar der Einzige, der es tut.
Der Moment, in dem er seinen eigenen Beitrag liked.
„Zur Unterstützung.“
„Für die Sichtbarkeit.“
„Weil er’s verdient hat.“
Nein.
Einfach nein.
Der permanente Motivations-Booster
Jeden Morgen:
„Guten Morgen, ihr wundervollen Seelen!“
„Ihr schafft das!“
„Heute ist DER Tag!“
Manchmal möchte man einfach nur in Ruhe seinen Kaffee trinken,
ohne direkt in einen digitalen Motivationsseminar-Startschuss katapultiert zu werden.
Der Kontroll-Besessene
Der Betreiber, der alles sieht.
Wirklich alles.
- Wer online war
- Wer NICHT online war
- Wer nur 3 Sekunden im Post blieb
- Wer am Freitag nur 15 Punkte gesammelt hat
Big Brother wäre stolz.
Fazit:
Die meisten Betreiber meinen es gut.
Sie WOLLEN, dass die Community wächst, lebt, pulsiert.
Aber manchmal schießt Begeisterung übers Ziel hinaus –
und dann wird’s eben ein bisschen… viel.
Humor hilft.
Selbstreflexion auch.
Und am Ende:
Menschen wollen echte Verbindung, keine Dauer-Bespaßung und keine Punkte-Rechnung.
Eine großartige Community entsteht nicht durch Perfektion,
sondern durch ein echtes, organisches Miteinander –
mit Raum zum Atmen.