Unter diesem Titel hatte ich letztens ein Video gedreht – eigentlich aus Sicht von Human Design – aber ich habe noch einige andere Parameter darin angeführt – daher teile ich es euch auch hier:
Ich habe ja schon immer wieder etwas über die eher nicht so förderlichen Auswüchse von unterschiedlichen Techniken und Methoden geschrieben – dann will ich heute mal dazu über gehen, zusammen zu fassen, was man sich vorher überlegen sollte, bevor man sich selbstständig machen möchte.
Vorab noch ein paar Beispiele, was – und wie – es selten bis nie – nicht funktioniert.
Ich will nicht mehr vom Amt abhängig sein
Da war mein LetztEx, der schon mal selbstständig war – und nach dem Ende seines letzten unselbstständigen Job wieder in die Selbstständigkeit ging – ohne aber wirklich einen Plan zu haben, womit.
Er wurde in eine UmschulungsMaßnahme geschickt – und da rastete er innerhalb des ersten Tages aus – und meinte, er schaffe das auch ohne Arbeitslosenunterstützung – schließlich war er einige Jahre als Unternehmensberater beschäftigt gewesen.
Er begann als Trainer und Coach – aber nach dem 2. Auftrag kamen keine weiteren Aufträge – weil er dachte, die würden ihm nur so zu fliegen. Danach gründete er einen Verlag – mit DruckKostenZuschuss – aber trotzdem auch ich meine Bücher selbst finanzierte, war er schon bald im Minus. Letztendlich habe ich ihn dann quasi dazu gezwungen, sich wieder arbeitssuchend zu melden.
Das zweite Beispiel war ein Teilnehmer an einer der Maßnahmen, die ich leitete – und in denen ich unterrichtete – auch der war so – „sch…. aufs AMS, ich mach mich selbstständig“ – obwohl ich mich lange mit ihm unterhielt, konnte ich ihn nicht davon abhalten – und nach einem Jahr kehrte er reumütig wieder zurück.
Das ist das, was ich auch im Video erwähnte – alleine der Wunsch, nicht mehr arbeitssuchend gemeldet zu sein, ist IMMER zu wenig – aber ganz viele glauben, wenn sie sich selbstständig machen, dann hätten sie gewonnen – und würden reich und berühmt werden.
Mein Job – meine Chefs – meine KollegInnen – nervt/nerven mich
Auch das hatte ich zur Jahrtausendwende immer wieder gehört – damals meistens von Frauen in Teilzeitjobs, die diese hin schmissen und dachten, groß ins Network Marketing einsteigen zu können – und letztendlich daran scheiterten.
Hierzu noch eins – wenn du deine/n ChefIn – oder deine KollegInnren nicht aushältst – wenn dich der Job nervt – frage dich mal, ob das im nächsten anders werden kann – solange du nicht selbst etwas ver.änderst. Und ja – auch Selbstständigkeit ist sowas wie ein Job – du musst etwas tun dafür, damit du erfolg-&-reich werden kannst.
Wenn du dich selbstständig machst, hast du nicht nur dein/e ChefIn – und/oder deine ArbeitskollegIn – und eventuelle KundInnen – du hast auch noch selbst für deine Versicherung – und die regelmäßigen Abgaben ans Finanzamt zu sorgen.
Also überlege dir gut – ob du in der Mitte – oder am Ende des Monats – automatisch deinen Lohn / dein Gehalt überwiesen bekommen möchtest – oder dich um deine KundInnen – und alle nötigen Abgaben – zeitgerecht – sorgen magst – weil tun musst du ja trotzdem etwas.
Und ja – du musst auch immer irgend etwas investieren
- entweder deine Zeit
- oder dein Geld
Ganz ohne nix geht’s nicht – ausser du erbst irgendwas – oder gewinnst im Lotto – und auch dann musst du schauen, dass dus nicht gleich wieder verlierst.
Guru XYZ verspricht, dass ich in einem Monat 4-stellig verdiene
Ja – ist machbar – aber nicht, ohne irgend etwas zu tun.
Und wenn du jetzt mit tausenden Anderen gemeinsam eine Challenge machst, bei der du vorgefertigte Texte bekommst – für deine Postings und deine eMails – dann solltest du auch das Kleingedruckte lesen – da steht sicher dabei, dass du das nicht 1:1 übernehmen solltest, sondern diese Vorlagen nur Wegweiser sind, wie du das formulieren könntest – zumindest bei denen steht’s dabei, die wirklich wissen, was sie tun.
Wenn du dann aber schon die x.te Kopie von irgendwen erwischt, dann wird er/sie/es möglicherweise genauso blauäugig rum spammen – und letztendlich erreicht ihr beide nicht mal ansatzweise das, was ihr euch erträumt hattet.
Und da wären noch die ganzen AI’s und KI’s – und die, die deren Texte 1:1 übernehmen – ohne zu hinterfragen, ob die überhaupt irgend einen Sinn ergeben – und auch, ohne das, was die ausspucken, auch nur annähernd der Wahrheit und Wirklichkeit entspricht.
Was, wenn du nichts wirklich gut kannst?
Dann lass das mit der Selbstständigkeit lieber bleiben.
Ja – klar und direkt – weil mich dieses ständige DrumRumGerede einfach nervt – wenn du nichts wirklich gut kannst, bleib in deinem bisherigen Job – dort fällt es möglicherweise nicht auf.
Wenn du dir trotzdem etwas nebenbei dazu verdienen möchtest – dann hör auf die, die dich zur x.ten Kopie von irgendwas deklarieren – erwarte dir aber nur fallweise kleine Erfolge,
- wenn jemand zufällig auf deine Affiliate Marketing Links klickt
- über dich irgend welche Produkte im Network Marketing kauft
- wirklich glaubt, dass du Coach sein könntest
Ausnahme = Scanner Persönlichkeit
In diesem Zusammenhang allerdings noch ein Hinweis – Scanner Persönlichkeiten wird auch oft nachgesagt, dass wir nichts wirklich gut können – obwohl wir uns selbst eher als Universalisten und/oder Generalisten sehen – und es auch sind.
Mit der vorigen Überschrift meinte ich jene Menschen, die nicht nur nichts wirklich gut können – sondern, die überhaupt nichts wirklich können.
Zertifikate und Urkunden
Mir wurde schon mehrfach unterstellt, dass ich Menschen, die keine Ausbildungen abgeschlossen haben als „nicht würdig“ erachte, sich als Coach zu positionieren. Das stimmt so nicht – ich verurteile Menschen, die sich als Coach bezeichnen – aber nicht mal ansatzweise eine Idee davon haben, was Coaching bedeutet.
Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen – eben oftmals Scanner Persönlichkeiten, die sich autodidaktisch Inhalte aneignen – und sehr wohl wissen, was sie tun. Und es gibt auch Menschen, die irgendwelche Zertifikate nachweisen können, aber trotzdem nicht wissen, was sie tun.
Ich habe nie behauptet, dass nur Menschen mit Zertifikaten berechtigt sein sollten, sich Coach zu nennen – ich behaupte, dass Menschen,
- die keine Ahnung von Coaching haben, sich nicht Coach nennen sollten
- die keine Ahnung von Affiliate Marketing haben, sich nicht Affiliate MarketerInnen nennen sollten
Und ich behaupte auch, dass Menschen, die nur etwas auswendig gelernt haben, sich nicht als ExpertInnen für irgendwas bezeichnen sollten – sondern ihre eigenen Grenzen erkennen sollten – wodurch sie dann erst recht wieder zu Experten für irgendwas werden könn(t)en.
Doch kommen wir zu meinem Part in der Geschichte 😉
Ich zerstöre Träume
Ja – tu ich – wenn ich das intuitive Gefühl habe, dass es nicht klappen kann – und zwar beim besten Willen nicht – und ich bin schließlich bekennend ver.rückt und ab.normal.
Aber, wenn mir ein unfreundlicher und jähzorniger Mensch erklärt, dass er gerne so nen GrillhenderlStand betreiben würde, dann ist das irgendwie jenseits des Möglichen – weil, wenn der beim 2. Kunden so auszuckt, wie er es immer wieder – wegen Kleinigkeiten – demonstriert hatte – dann ist er schneller pleite, als dass er angefangen hat.
Oder eben mein LetztEx, der auch überall erzählte, ich hätte seinen Traum zerstört – wobei das mit dem Verlag hatte ich vorgeschlagen – ein Jahr bevor er’s dann tat – damals wärs auch von Erfolg gekrönt gewesen, weil wir ein lukratives Buch in der Pipeline gehabt hätten – und er schlug auch alle Bedenken, die danach kamen – einfach in den Wind – bis ich ihm erklärte, dass ich nicht länger für seine gewerbliche Versicherung – und sonstigen Verluste – aufkommen würde.
Vielleicht noch dazu geschrieben – ich hab die Buchhaltung gemacht – ich hab die ganzen Statistiken und Diagramme erstellt – ich kannte die Zahlen – und ich habe sein Hobby fast 2 Jahre lang finanziert – durch meine eigene selbstständige Arbeit, die, wenn sie erledigt war, dann von seinem Büro gefolgt wurde.
Ich hab nichts dagegen, zu träumen – von mir aus kann wer auch gerne dutzende von C-Zielen definieren – wissend, dass er/sie/es sie nie erreichen wird – solange sie nicht auf meine Kosten gehen, habe ich da relativ wenig Bedenken – ich versuche zwar eventuell, realistisch zu bleiben, aber wer glaubt, dass ich ihn/sie zurück halten möchte – kein Thema – ziehet hin in Frieden – oder was auch immer.