Worum geht’s heut?
Es gibt ja bereits seit 1978 in Deutschland den „Staatsvertrag“ über das Fernunterrichtswesen. „Staatsvertrag“ deshalb, weil sie die einzelnen Bundesländer darauf geeinigt haben, dass sie das zentral deutschlandweit regeln – und um dies zu überwachen und zu organisieren, wurde die staatliche Zentralstelle für Fernunterricht eingerichtet = ZFU.
Die ZFU ist zuständige Behörde im Sinne des Gesetzes zum Schutz der Teilnehmer am Fernunterricht (Fernunterrichtsschutzgesetz – FernUSG)
- Mehr über die ZFU findest du ==> hier klicken
- Eine kurze Übersicht zum Ablauf eines Antrags findest du ==> hier klicken
- Alle Antragsformulare findest du ==> hier klicken
Wenn du überlegst, dich und dein KursAngebot zulassen zu lassen, solltest du unbedingt auch die FAQ’s auf der Seite der ZFU durchlesen – und mit einer Bearbeitungszeit von ca. 3 Monaten rechnen – wobei die Angabe noch vor dem aktuellen Boom gemacht wurde.
Ok – wozu jetzt diese ausschweifende Einleitung?
Wie gesagt, das Gesetz und diese Regelungen gibt es schon ewig – wurden auch immer wieder durch einzelne Klagen und Verfahren in den Fokus gerückt – und letztendlich „eskalierte“ alles aufgrund eines Urteils des OLG Celle, welches du hier nachlesen kannst
So richtig ins Rollen kam der aktuelle negative Hype durch eine Ankündigung von Digistore24 an die Vendoren, dass keine Kurse mehr angenommen werden, die nicht von der ZFU zugelassen sind. Mittlerweile haben sie einige Tipps auf der HomePage stehen, die nach meinem Infostand in folgenden Punkten nicht richtig sind:
- FernUSG gilt auch für kostenlose Angebote
- es hilft nichts, live und DIY getrennt an zu bieten, weil auch das gesetzlich geregelt ist, dass dies nicht sein darf, wenn es das gleiche Produkt betrifft
Im Prinzip habe ich das Ganze so verstanden, dass folgende Kriterien gegeben sein müssen, damit etwas zulassungspflichtig ist – und zwar, wenn alle 4 zutreffen:
- es gibt einen Vertrag, der nicht unbedingt kostenpflichtig sein muss – unabhängig von der eMail Adresse
- es müssen Kenntnisse und/oder Fähigkeiten vermittelt werden – in einem Training und/oder Coaching
- überwiegend räumlich getrennt = mehr als 50 % als DIY = Aufzeichnungen & Unterlagen ist meist mehr als Live – ZoomCalls sind NICHT räumlich getrennt
- LernErfolgsKontrolle, die allerdings eher schwammig ausgelegt werden kann
Kurze Anmerkungen – reine DIY Kurse mit Austausch in einer FacebookGruppe – wie sie in den letzten Jahren üblich waren – wären mit ziemlicher Sicherheit zulassungspflichtig und daher zum Sterben verurteilt – und auch bei Mittgliederbereichen wirds möglicherweise für die Anbieter schwierig werden.
Was noch wichtig ist:
- Es gilt für Verkäufe in Deutschland – auch von und durch ausländische Anbieter – und auch an nicht deutsche Staatsbürger – es geht nur um den Verkauf in Deutschland
- Verträge mit Fernunterricht, die zugelassen sein müssten, können 3 Jahre rückwirkend eingeklagt werden = Geld zurück an die TeilnehmerInnen & Bußgelder in 4- oder 5-stelliger Höhe
Weiterführende Infos findest du zum Beispiel auf Facebook bei Marion Klenkies – aber auch den Seiten von Sabrina Keese Haufs alias Lawlikes.
Wie geht’s jetzt bei mir weiter?
So – eigentlich wollte ich aber mal brainstormen, wie ich mir meine Online Zukunft so vorstelle. Für alle, die sich mit Human Design auskennen – ich bin Profil 4/6 – was bedeutet – mein eigentlicher HauptFokus liegt auf
- 1:1 Calls = Linie 4 des Profils
- globale Wissensvermittlung = Linie 6 des Profils = Bücher & YouTube Kanal
Also kehre ich zurück zu meinen Wurzeln – und vergesse auf meine WorkShops – auch, wenn ich unser eLearning von Builderall liebe – aber den Stress gebe ich mir sicher nicht 😉
OK – wie geht’s bei mir konkret weiter?
- 1:1 wie bekannt – Basis Reading und Happy Hours
allerdings werde ich keine Aufzeichnung mehr übersenden, schauen sowieso die wenigsten nochmals - das neue Angebot mit der Schnupperstunde ist reines DIY – und auch ohne Erfolgskontrolle
- der ursprünglich geplante WorkShop im Netflix Style wird sterben – bzw. zu einem Buch mutieren
- der Online WorkShop – Fenstern für junggebliebene Einsteiger – wird ein reiner DIY-Kurs
- ohne Fragen an die Kursleiterin
- ohne Social Bar
- es wird in Zukunft wieder mehr Bücher geben 😉
Noch ein paar Gedanken zur Thematik
Grundsätzlich find ichs gut, dass das grad so hoch kocht – weil sich dadurch der ganze Schrott etwas verlaufen wird – und ja – ich würd mal vermuten, dass man mehr als 50 % der angebotenen Kurse unbesehen in die Tonne treten könnte – nein – kann.
Ja – gibt einige wenige, die ich jederzeit auch wirklich empfehlen kann – Katharinas Facebook Gruppen Mastery zum Beispiel – oder ihre Videos zu YouTube – die bringen mir immer wieder was – weil ich ständig noch Sachen entdecke, die ich noch nicht berücksichtigt hatte.

Ich war auch bei einigen WorkShops in anderen Bereichen – von anderen AnbieterInnen – mit dabei – die wurden mittlerweile aber teilweise vom Netz genommen – und daher würd ich sie auch nicht mehr empfehlen, weil das für mich ein absolutes NoGo ist, ständig alles um zu schmeissen und vor allem auch – Programme einfach zu löschen, die für „lebenslang“ zugesagt waren.
Ich meine, wenns jetzt wer aufgrund von den verschärften Kontrollen macht – find ichs ok – aber die, die es schon vor Monaten gemacht haben, weil sie einfach mal wieder lustig waren – das finde ich persönlich einfach nur Sch….
Und das ganze NoBrainerZeugs ist sowieso großteils indiskutabel – genauso wie viele der höherpreisigen „Kurse“, wo sich mir beim durchforsten der Inhalte die Zehennägel aufkrampfen, weil ich dieses „geballte Wissen“ nicht mal als einfaches Handout verschenken würde.
Liegt vielleicht auch an meiner grundlegenden Einstellung – wenn ich wirklich was für die Menschheit tun möchte, dann konzipiere ich es so, dass es mich möglicherweise sogar überleben kann – wie zum Beispiel
- meinen Youtube Kanal
- meine Blogs
- meine Bücher, die großteils kostenpflichtig zu finden sind auf
Meine normalen Seiten werden vom Netz gehen, wenn es mich mal nicht mehr gibt – aber der Rest kann bestehen bleiben – das nenne ich echten Mehrwert – und Nachhaltigkeit – aber nicht, ständig irgend was Neues zu erfinden, und das Bestehende wieder zu löschen.
Von daher – schaun ma mal, was das noch wird mit diesen verschärften Kontrollen bezüglich ZFU Zulassungen.